Abo exklusiv
HanseBird im Tierpark Hagenbeck
Gefiederte Welt auf Facebook
Alte Jahrgänge der Gefiederten Welt
Termine
ESTRILDA-Haupttreffen in Berlin
17.05.2012 bis 20.05.2012
Berlin
AZ-AGZ-IG Agapornis/ Forpus-Tagung 2012
18.05.2012 bis 20.05.2012
30900 Wedemark
Niederländisches Bird Symposium 2012
20.05.2012 bis 20.05.2012
Veldhoven
01.06.2012 bis 03.06.2012
Frankfurt a.M.
Vortrag über den Wanderfalkenschutz im Kr. Minden-Lübbecke
04.06.2012 bis 04.06.2012
Minden-Lübbecke
Ihr Abo-Vorteil: 300,- Euro!
Sonderangebot: Das große Lexikon der Vogelpflege
Mehr Inhalte zum Thema Vogelpflege als in diesen beiden Bänden finden Sie nirgends!
Und jetzt nur noch 49.90 Euro anstatt vorher 169 Euro! Zugreifen!
|
|
|
|
|
Das große Lexikon der Vogelpflege
49,90 EUR
Das große Lexikon der Vogelpflege. Band 1 A-K, Band 2 L-Z. Franz Robiller (Hrsg.). 2003. 896 S., 4 Tabellen, (Band 1 und 2 zus.), 774 Farbfotos, 166 sw-Zeichn. u., geb. ISBN 978-3-8001-3195-2. € 49,90
Newsletter
>> Jetzt abonnieren
Diskussionsforum
Prachtfinken!
|
|
|
|
|
Prachtfinken Afrika Handbuch der Vogelpflege
99,00 EUR
Prachtfinken Afrika. Renate van den Elzen, Gerhard Hofmann, Claudia Mettke-Hofmann, Jürgen Nicolai (Hrsg.). 3., verbesserte Auflage 2007. 332 S., 151 Farbfotos, 57 Verbreit.-Karten, geb. ISBN 978-3-8001-4964-3. € 99,00
|
|
|
|
|
Prachtfinken Handbuch der Vogelpflege
99,00 EUR
Prachtfinken. Australien, Ozeanien, Südostasien. Jürgen Nicolai. 3., überarbeitete Auflage 2001. 403 S., 199 Farbfotos, 43 Verbreit.-Karten, geb. ISBN 978-3-8001-3249-2. € 99,00
Evolution der Vögel: Schon Dinosaurier hörten Vögel singen
Falken sind keine Greifvögel – jedenfalls nicht stammesgeschichtlich, sondern sie sind enge Verwandte der Papageien und Sperlingsvögel. Und der gemeinsame Urahn von Papageien und Sperlingsvögeln konnte vermutlich schon zu Zeiten der Dinosaurier Gesang erlernen – 30 Mio. Jahre früher als bisher angenommen. Das geht aus einer neuen Studie von Forschern aus Münster hervor, die einen entscheidenden Beitrag zur Klärung der Evolution der Vögel liefert.
Doktorand Alexander Suh vom Zentrum
der Molekularbiologie der Entzündung
(ZMBE) der Universität Münster
ist sich sicher: „Wir haben einen der
kontroversesten Teile des Stammbaums
der Vögel entschlüsselt.“ Gemeinsam mit
seinen Betreuern – Gruppenleiter Dr. Jürgen
Schmitz, Prof. Jürgen Brosius (beide:
ZMBE) sowie Dr. Jan Ole Kriegs vom Museum
für Naturkunde des Landschaftsverbands
Westfalen-Lippe (LWL) – hat
Suh in der August-Ausgabe der international
renommierten Fachzeitschrift „Nature
Communications“ eine entsprechende
Forschungsarbeit veröffentlicht.
„Erstmals können wir damit sagen, mit
wem mehr als die Hälfte aller Vogelarten
die Sperlingsvögel, also alle Singvögel
und Schreivögel, am engsten verwandt
sind“, erklärt Suh, der im Institut für
Experimentelle Pathologie des ZMBE
forscht. „Früher stellte man sie in die
Nähe der Spechte oder der Kuckucke.
Jetzt wissen wir, dass es die Papageien
sind, die auf dem Nachbarast im Stammbaum
sitzen.“
Diese Erkenntnisse haben interessante
neurobiologische Konsequenzen. Denn
Papageien und die meisten Sperlingsvögel
besitzen die – unter Vögeln seltene –
Fähigkeit, Gesang zu erlernen. Sperlingsvögel
wie der Zebrafink oder Papageien
wie der Wellensittich sind daher wichtige
Modellorganismen, um zu erforschen,
wie Lernprozesse im Gehirn funktionieren.
Die nahe Verwandtschaft dieser beiden
Vogelgruppen legt den Schluss nahe,
dass auch der gemeinsame Urahn von
Sperlingsvögeln und Papageien diese Fähigkeit
besaß. Erlernter Gesang wäre
dann über 30 Millionen Jahre früher entstanden
als bislang angenommen, und
zwar vermutlich bereits im Zeitalter der
Dinosaurier, schlussfolgern die Forscher.
Auch die Falken sind nach der von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten
Studie nahe mit Sperlingsvögeln
und Papageien verwandt und haben
erstaunlicherweise nichts mit Bussarden,
Adlern und anderen Greifvögeln zu tun.
Aber nicht nur diese Äste des Stammbaums
standen im Fokus der Studie. Die
Daten auf der Basis sogenannter „springender
Gene“ ermöglichen die Rekonstruktion
der Vogelevolution bis tief in
das späte Mesozoikum vor ca. 100 Millionen
Jahren hinein. Die „springenden
Gene“ dienen dabei als „Marker“, denn
sie bleiben für viele Jahrmillionen erkennbar
als „molekulare Fossilien“ in der
Erbsubstanz. Das macht diese Gene zu
„Zeitzeugen der Evolution“.
Dr. Christina Heimken, Presse- und Informationsstelle
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Literatur
Suh A. et al. (2011): Mesozoic retroposons
reveal parrots as the closest living relatives of
passerine birds. Nature Communications 2/
Article number: 443, doi:10.1038/ncomms
1448; http://dx.doi.org/10.1038/ncomms
1448

Inhalt