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HanseBird im Tierpark Hagenbeck

hanse bird1Der NABU Hamburg veranstaltet ein Vogel- und Optikwochenende unter dem Motto „Die Welt der Vögel erleben, entdecken und fotografieren - Termin: 11. bis 13. Mai 2012

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Vogel des Jahres: Nisthilfen für Dohlen

Der NABU und der LBV wählen seit 1970 jedes Jahr eine Vogelart zum Vogel des Jahres, um gezielt diese Art zu schützen. In diesem Jahr 2012 ist es die Dohle (Corvus monedula), die oft mit der häufigen Rabenkrähe verwechselt wird, obwohl sie der kleinste unserer Raben ist, so der erste Vorsitzende Gerhard Föhr des NABU Ochsenhausen-Ringschnait und aktiver Vogelschützer.

Der Bestand wird in der BRD nur noch auf etwa 100.000 Brutpaare geschätzt. In mehreren Bundesländern steht sie bereits auf der Roten Liste. In Siedlungen sind Dohlen im Rückgang, weil ihnen bei Renovierungen und Umbauten die Nistmöglichkeiten genommen werden. Neubauten bieten ihnen nur selten Nistgelegenheiten. Das Verschwinden alter Bäume in Wäldern und Parkanlagen führt ebenfalls zu einer Abnahme von Nistplätzen. Die ersten Einsichten in das reiche Sozialleben der Dohle verdanken wir dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Seine zahme Dohle „Tschok“ eroberte die Sympathien vieler Leser seiner Erzählungen. Tschok und die anderen jungen Dohlen, die Lorenz aufzog, bildeten den Grundstock einer Brutkolonie, die er über Jahrzehnte beobachtete. Das Gefieder der Dohle ist überwiegend schwarz, Nacken und Hinterkopf sind grau. Die Jungen haben ein bräunlich- schwarzes Gefieder. Typisch ist der helle Ruf – ein kurzes und lautes „kja“ oder „kjak“, auch gereiht, daneben ein schnarrendes „kjerr“. Die Nahrung der Dohle sind Insekten, Würmer, Schnecken, Früchte, Samen, Körner, Jungvögel, Mäuse und Abfälle. Dohlen sind Kolonienbrüter in Baumhöhlen (Laubwälder), Felsspalten und Mauerlöchern, vor allem in hohen Gebäuden und Kirchtürmen. Sie bauen darin ein großes Reisignest. Die Brutdauer liegt bei 18 Tagen und die Nestlingszeit bei etwa 30 Tagen. Dohlen sind in der Regel Standvögel und bleiben den Winter hier. Jedoch Jungvögel ziehen meist ans Mittelmeer. Die Paarbindung ist lebenslang. Nebst Schaffung und Erhaltung seines Lebensraumes und Mangel an natürlichen Höhlen, kann man der Dohle mit Nistkästen helfen. Sie bevorzugt Nistkästen in geräumiger Größe und mit einer Fluglochöffnung ab 80mmDurchmesser. Diese hängt man ab 4mhoch an Laubbäume. Ebenso außen an Gebäude oder innen, wenn man an der Außenverkleidung das Flugloch aussägt. Eine Bauplansammlung von Nisthilfen für verschiedene Vogelarten und Fledermäuse mit Tipps zum Vogelschutz erhält man bei Zusendung von 5 Euro und 1,45 Euro Rückportobriefmarke bei Gerhard Föhr, Ummendorfer Str. 15, 88400 Biberach- Ringschnait, Tel. (07352) 2579. Weitere Informationen erhält man in seinem weltweit einzigen Nistkasten- und Vogelschutzmuseum www.Nistkastenmuseum. de. bei freiem Eintritt. Auf Bestellung erhält man auch gerne fertige Nistkästen in verschiedenen Formen aus Holz oder Holzbeton sowie kindgerechte Bausätze zum günstigen Selbstkostenpreis. Weiteres Infomaterial zur Dohle selbst erhält man beim NABU-Natur-Shop, Am Eisenwerk 13, 30519 Hannover, Tel. (0511) 2157111.
Gerhard Föhr


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